Neuseeland Roadtrip

Vom 22. November bis 3. Dezember war dann endlich ein Roadtrip durch Neuseeland angesagt: 

1 Insel : Suedinsel

2 Autos: Beast und Monster

7 Leute: im Monster: Daniel, Jan, Myriam, Susanne --- im Beast: Carsten, Charlène, Mathilde

11 Naechte im Campervan

3289km sind wir gefahren

18.000km weit weg von Deutschland

1 Million Einwohner

40 Millionen Schafe :D

22.11. Angekommen in Christchurch haben wir gleich unsere Camper abgeholt, sind auf einen Campingplatz gefahren und haben festgestellt, dass wir ganze 2 Kissen und 1 Decke hatten obwohl wir das fuer 7 Personen gebraucht haetten. Zum Glueck konnten wir auf dem Campingplatz Bettwaesche ausleihen und am naechsten Morgen schnell nochmal bei der Camper-Vermietung (Wendekreisen - abgesehen von dem kleinen Patzer sehr zu empfehlen!) vorbeischauen und die Bettwaesche abholen. Abends waren wir noch lecker Indisch essen und hatten sonst alles moegliche eingekauft so dass wir morgens das erste Camper-Fruehstueck hatten. Und am Abend hatten wir auch gleich noch ein lustiges Gespraech mit einem Neuseelaender, der uns erzaehlte dass Neuseeland ja so unteschiedliches Wetter haette weil es so nah am Aequator und am Pol liegt :D

23.11. Von dort sind wir dann nach Norden aufgebrochen weil der Wetterbericht im Sueden nicht so toll war. Unterwegs haben wir gleich schon die ersten Seerobben gesehen. In Kaikoura war der erste groessere Stop, allerdings war die Stadt so langweilig dass wir nach einem Kaffee doch weiter nach Norden bis Blenheim gefahren sind. Unterwegs kamen wir nochan den Cathedral Cliffs vorbei, die Felsen sehen wirklich aus wie Kirchtuerme! Fuer die Nacht haben wir uns ein Plaetzchen im Nirgendwo gesucht, war sehr idyllisch bis morgens der Bauer neben unsrem Fruehstueckstisch das Feld gemaeht hat :)

24.11. Es ging weiter nach Norden bis Picton, wo wir uns im Visitorscenter noch erkundigt haben wo es am schoensten ist und sind dann bis zur Mistletoe Bay gefahren um am Queen Charlotte Track ein wenig entlangzuwandern. Die Berge und das Meer waren wie im Paradies, wir hatten eine unglaubliche Aussicht von dem einen Berggipfel, nur das Wasser im tuerkisblauen Meer war schweinekalt.. Das hat Daniel und mich aber trotzdem nicht vom Reinspringen abgehalten! Beim Wandern hatte Myriam irgendwann keine Lust mehr und wollte auf uns Warten, wir haben sie aber zum Auto zurueckgeschickt da unser Weg ca 2Std dauern sollte. Als wir zurueckkamen war sie allerdings nicht aufzufinden, da sie sich im Wald verlaufen hatte :/ Gluecklicherweise haben wir sie recht zuegig gefunden.

Fuer die Nacht sind wir nach Nelson gefahren und haben uns nochmal einen Campingplatz gegoennt um Akkus zu laden und Wassertanks zu fuellen.

25.11. Am naechsten Tag sind wir in den Abel Tasman National Park gefahren und haben dort eine schoene 12km Kuestenwanderung gemacht. Am Besten war allerdings die Bootstour zurueck zum Ausgangspunkt, extrem schnell und wir sind nur so auf den Wellen langgehuepft. Die Frage des Skippers ob jemand Rueckenprobleme haette war definitiv berechtigt ^^. Unterwegs haben wir einen Pinguin durchs Wasser huepfen gesehen! Das war allerdings leider der einzige Pinguin den wir zu Gesicht bekommen haben.

Abends sind wir nach Takaka gefahren und haben dort mal wieder im Niemansland auf einem Schotterweg gecampt.

26.11. Morgens ging es direkt los mit den Pupu Springs, der Quelle mit dem klarsten Wasser der Welt. Dann sind wir an die Weskueste gefahren. Die ersten Eindruecke als wir wieder am Meer waren werden bestimmt von schroffen Felsen und Regenwald-Vegetation. Dann waren wir an den Pancake Rocks die wirklich an Pfannkuchen erinnern und wo die Wellen teilweise kleine Fontaenen verursachen.

Abends haben wir dann in der Naehe von Hokitika unser Lager aufgeschlagen und uns herzhafte (savoury) und suesse Pfannkuchen gemacht.

27.11. Weiter ging es nach Sueden zum Franz-Josef Gletscher wo man bis zu 90m ans Eis herangehen konnte ohne eine lange und teure Tour zu buchen. Es war dort deutlich waermer als wir erwartet haetten, aber auch nicht soo beeindruckend. Wir sind Schnee und Eis ja alle gewohnt.

Auf der Fahrt nach Sueden haben wir dann noch versucht ein paar Pinguine zu finden aber hatten kein Glueck. Es hat dann zu allem Ueberfluss auch noch angefangen zu regnen als wir uns in der Naehe von Haast fuer die Nacht niedergelassen haben. In der verregneten Nacht war es schweinekalt und es hat in unsren Camper getropft weil die Lueftungsloecher an der Decke wohl nicht gescheit abgedichtet waren.

28.11. Durch den anhaltenden Regen sind wir dann aufgebrochen und haben in einem Café gefruehstueckt und sind schnell landeinwaerts Richtung Queenstown gefahren und haben gehofft dass das Wetter besser wird. Durch den Regen kam so viel Wasser die Berge runter, dass wir einige Wasserfaelle hatten die auf die Strasse geplaetschert sind...

Als wir am Lake Wanaka ankamen war es immerhin schon wieder trocken, die Aussicht wurde besser. In der Stadt Wanaka war es dann richtig schoen, so dass wir dort fuer ein Weilchen durch die Stadt schlendern konnten.

Von dort aus ging es weiter bis Queenstown, von wo aus wir dann fuer den Nachmittag noch einen Ausflug nach Glenorchy gemacht haben weil dort in der Umgebung vieles von Herr der Ringe gedreht wurde. Die Umgebung am Lake Wakatipu war auch wirklich sehr beeindruckend! In Glenorchy selbst gab es allerdings nicht viel zu sehen so dass wir einen kleinen Rundweg gegangen sind und dann wieder auf der Strasse mit bombastischer Aussicht zurueckgefahren sind. Dabei ist uns noch fast der Sprit ausgegangen da die Tankstelle in Glenorchy zu hatte... Abends haben wir dann in Queenstown einen Fergburger gegessen von dem uns schon viele andere Reisende erzaehlt hatten. Und er war wirklich gut und riesig!

Fuer die Nacht sind wir dann nochmal etwas aus der Stadt rausgefahren und hatten einen super Campingplatz inmitten der Berge.

29.11. Am Dienstag war dann Susannes Geburtstag den wir gebuehrend mit Kuchen und Staendchen eingeleitet haben, leider hatte es nicht geklappt einen Platz zum Skydiven fuer den Tag zu bekommen so dass das bis Mittwoch morgen warten musste.

Stattdessen sind wir nach Milford Sounds gefahren, einem Fiordland mit richtig krass hohen Felswaenden und unbeschreiblicher Aussicht.

Entlang der Strasse lag dort auch etwas Schnee, so dass wir uns eine kleine Schneeballschlacht geliefert haben :) 

Von dort sind wir zurueck gefahren und haben zwischen Kingston und Queenstown gecampt, damit wir am naechsten Morgen schnell zum Skydiven konnten da der Flugplatz dort war.

30.11. Mittwochs habe ich mir dann morgens erst mal noch leicht den Fuss umgeknickt als ich aus dem Camper klettern wollte was sich nachher beim Freien Fall als extrem unpraktisch erwiesen hat.

Skydiving war aber auf jeden Fall eine super Erfahrung: jeder hat seinen Tandempartner zugewiesen bekommen die meistens schon ueber 7000 Spruenge absolviert hatten, wir haben uns in super stylische Outfits gezwaengt und sind dann mit einem kleinen Flugzeug auf 12.000 Fuss (3.6km) hochgeflogen. Die Aussicht aus dem Flugzeug war bombastisch da wir ueber den ganzen schneebedeckten Bergen in der Umgebung waren. Und ohne Zeit sich darueber bewusst zu werden, dass man gleich aus einem Flugzeug springt war es dann so weit, die Tuer ging auf, man rutscht zum Ausgang und faellt ins Leere... Der Wind war nicht ganz so stark wie ich erwartet haette wenn man mit 200km/h gen Erde fliegt. Also konnte man es geniessen und den Blick schweiffen lassen nachdem der erste Adrenalinschock vorueber war. Nach 45 Sekunden und auf ca 1.2km Hoehe angekommen wurde dann der Fallschirm geoeffnet und man ist noch gemuetlich 5 Minuten bis zum Boden gesegelt.

Dann ging es zurueck nach Queenstown wo wir erfahren haben, dass Myriam richtig schlechte Neuigkeiten von Zuhause hatte was uns alle bedrueckt hat. Trotzdem ging es weiter im Programm und wir sind zurueck an die Ostkueste gefahren und haben in Milton uebernachtet, einem richtig langweiligen Kaff, aber coolem und guenstigen Campingplatz der von einem alten Schotten verwaltet wird.

1.12. Donnerstags sind wir weiter die Kueste entlang wieder nach Norden gefahren. In Dunedin (gesprochen: Daniidin) waren wir das erste mal wieder in einer richtigen Stadt, die mit ihren Gebaeuden im alten Stil viel an England erinnert. Weiter ging es nach Omarau wo wir gehofft hatten ein paar Pinguine zu sehen, allerdings sind die nur Nachtaktiv und wir haetten noch 3 Stunden warten muessen und dann 35$ zahlen um eine Fuehrung zu bekommen. Da haben wir uns dagegen entschieden und sind ins Landesinnere zu den blauen Seen gefahren. Nachts waren wir nahe Twizel auf einem Campingplatz und wollten noch in dem ersten der Seen ein Ruendchen schwimmen, das Wasser war aber extrem kalt und wir hatten auf dem Campingplatz einen Hund aufgegabelt der uns dann doch vom Baden abgehalten hat...

2.12. Lake Pukaki und Tekapo waren richtig klasse, schoenes Blau (das von abgetragenem Gesteinssand kommt) mit Blick auf die Gletscher und Mt Cook. Das Wetter war auch top so dass wir aus dem Staunen kaum auf die Strasse achten konnten :) Von dort ging es dann leider auch schon wieder zurueck nach Christchurch, wo wir die Camper zurueckgegeben haben und uns die Stadt angesehen haben. Christchurch ist wirklich ein schockierender Schauplatz der Folgen eines Erdbebens. Das komplette Stadtzentrum ist abgesperrt, ueberall stehen Warnschilder und an den Tueren aller Gebaude sieht man angesprayt welche Truppen der Armee das Gebaeude geraeumt haben im Februar. Um wenigstens wieder ein paar Geschaefte zu haben gibt es dort mittlerweile einige Container-Shops, allerdings faellt das alles in den Schatten der Erschuetterung aller Leute die am Zaun stehen und in ein bedruecktes Schweigen verfallen...

3.12. Die Nacht haben wir im YMCA verbracht, wo Daniel, Jan und ich ein Zimmer hatten. Die Maedels haben im Flur auf den Sofas geschlafen, da sie um 4 zum Flughafen mussten um nach Sydney zu fliegen. Dort wurden sie aber anscheinend um 3:30 rausgeworfen, hehe :D Daniel und Jan sind nach einer weiteren Erkundung des Stadtzentrums und der zerstoerten Kathedrale gegen Mittag nach Brisbane geflogen und ich habe noch einen halben Tag im Botanischen Garten gelegen, abends in einer Bar mit Livemusik gespeist bevor ich dann zum Flughafen gefahren bin, die Nacht dort auf dem Boden verbracht habe um morgens um 5 einzuchecken und nach Brisbane zurueckzukehren.

Es war ein toller Roadtrip mit unvergesslichen Eindruecken. Jedem zu empfehlen der gerne mal so weit wie moeglich weg von Deutschland reisen moechte :)

Carsten Monday 05 December 2011 at 07:31 am | | Australia

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